Die letzte Taxifahrt von Cape Coast zurück zum Resort war eine ganz spezielle: Nach ca. 5 Min. Fahrt wurde das Taxi plötzlich langsamer und blieb inmitten vom Nichts stehen. Der Taxifahrer, ein Mann im weisen Alter, schob das Taxi zitternd und stolpernd an den Rand der Straße. Er holte einen Bezinkanister aus dem Kofferraum, allerdings stellte sich dieser als leer, wenn auch stinkend, heraus. Dann zog er mit dem Kanister los, legte einen Kurzsprint ein und war schließlich von der Bildfläche verschwunden.
Nach einiger Zeit gaben wir die Hoffnungauf ein Wiedersehen auf, fanden dann nach kurzer Zeit ein Taxi mit drei freien Plätzen, die dann für vier herhalten mussten. Der Taxifahrer ließ sich auf dem Weg auch nicht blicken. Wir hoffen, dass er die 5 Cedi auf dem Fahrerplatz finden wird.
(JB, EG , SH, PW)
Ein Blog über ein Schulprojekt, das es in dieser Form vielleicht noch nicht gegeben hat. Unser Ziel: Ghana! Für alle weltoffenen Menschen, die ein außergewöhnliches Projekt mitverfolgen wollen. Eltern, Schüler, andere Interessierte... alle sind herzlich eingeladen!
Montag, 15. Februar 2016
Shoppen
Man könnte meinen, shoppen benötige keinerlei Grips, da es eine beliebte Beschäftigung von Frauen ist. Diese Behauptung ist falsch, wie wir häufig zu spüren bekamen:
Schon auf dem Weg zum eigentlichen Shoppen mussten wir uns beweisen und wurden mit der Zeit immer besser. Wir handelten uns "zu Tode"! Zunächst mussten die hartnäckigen Taxifahrer zufriedengestellt werden, die einen viel zu hohen Preis von uns gutgläubigen Touristen erwarteten. Mit der Zeit lernten wir, damit umzugehen, und schafften es letztlich z.B. von 50 C auf 11 C runterzuhandeln.
Viel härter war es allerdings dann in den Souvenirshops. Schon aus 200 m Entfernung haben die Verkäufer die Witterung aufgenommen. Jedoch stellten wir beide uns (wie natürlich auch alle anderen) als "perfektes Team" heraus, was Handeln angeht. Selbstbewusst stellten wir uns den dreistesten Eskapaden mancher Verkäufer. Eine Trommel, die 70 C kosten sollte, handelten wir auf 22 runter.
Neben der Hürde des Handelns hatten wir noch andere Hürden zu bewältigen: Eine Traube von Verkäufern folgt uns von Shop zu Shop, um für ihren zu werben. Sie nannten uns ihre "sisters" und versuchten, uns oft an die Hand zu nehmen, um uns zu ihren Shops zu führen. Vom vielen Diskutieren erschöpft, kamen wir nach wiederholter Diskussion mit einem Taxifahrer letztlich an unserem Ziel an.
Damit viele Grüße an die "No-pressure-shop"-Boys: Ihr seid die Schlimmsten!
(CK, PW)
Schon auf dem Weg zum eigentlichen Shoppen mussten wir uns beweisen und wurden mit der Zeit immer besser. Wir handelten uns "zu Tode"! Zunächst mussten die hartnäckigen Taxifahrer zufriedengestellt werden, die einen viel zu hohen Preis von uns gutgläubigen Touristen erwarteten. Mit der Zeit lernten wir, damit umzugehen, und schafften es letztlich z.B. von 50 C auf 11 C runterzuhandeln.
Viel härter war es allerdings dann in den Souvenirshops. Schon aus 200 m Entfernung haben die Verkäufer die Witterung aufgenommen. Jedoch stellten wir beide uns (wie natürlich auch alle anderen) als "perfektes Team" heraus, was Handeln angeht. Selbstbewusst stellten wir uns den dreistesten Eskapaden mancher Verkäufer. Eine Trommel, die 70 C kosten sollte, handelten wir auf 22 runter.
Neben der Hürde des Handelns hatten wir noch andere Hürden zu bewältigen: Eine Traube von Verkäufern folgt uns von Shop zu Shop, um für ihren zu werben. Sie nannten uns ihre "sisters" und versuchten, uns oft an die Hand zu nehmen, um uns zu ihren Shops zu führen. Vom vielen Diskutieren erschöpft, kamen wir nach wiederholter Diskussion mit einem Taxifahrer letztlich an unserem Ziel an.
Damit viele Grüße an die "No-pressure-shop"-Boys: Ihr seid die Schlimmsten!
(CK, PW)
Donnerstag, 11. Februar 2016
Blitzlicht 6
Sollten wir nicht auch mehr Tiere an der Schule haben?
Eine kleine Ziegenherde verbringt die Mittagspause unter dem Schulbus, Hühner laufen durchs Lehrerzimmer, neugierige Zicklein werden unter Protestgemecker aus der Küche getragen, und wissbegierig Schafe schauen interessiert in die Klassenzimmer...
Eine kleine Ziegenherde verbringt die Mittagspause unter dem Schulbus, Hühner laufen durchs Lehrerzimmer, neugierige Zicklein werden unter Protestgemecker aus der Küche getragen, und wissbegierig Schafe schauen interessiert in die Klassenzimmer...
Die erste Nacht in Accra
Die Nacht war kurz, denn trotz dem für ghanaische Verhältnisse luxuriösen Zimmer konnten wir nur wenig schlafen: Einerseits war da diese harte Matratze, die sich kaum formte, wenn man auf ihr lag. Anderersetis war unser Zimmer direkt an einer häufig befahrenen Straße gelgen, somit hatte man das Gefühl, dass die Autos nicht vor dem, sondern direkt im Zimmer fahren.
Wir versuchten, die Fenster zu schließen, doch dies milderte das Problem nur sehr gering.
Als wir dann endlich zur Ruhe kamen, wurden wir gegen 7:15 Uhr erneut geweckt. Bauarbeiter, die vor unserem Zimmerfenster standen, bauten das Baugerüst ab, was vor unserem Hotel stand. Sie balancierten auf den verrosteten Stangen des Gerüstes, welches starkt wackelte, ohne irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen. Teilweise legten sie sich schmale Bretter aus, um ein bisschen Halt zu haben.
Doch sie schienen Ahnung zu haben, was sie dort taten, und bauten das Gestell zu dritt schnell und für ghanaische Verhältnisse sicher ab. Niemandem ist etwas passiert.
Wir versuchten, die Fenster zu schließen, doch dies milderte das Problem nur sehr gering.
Als wir dann endlich zur Ruhe kamen, wurden wir gegen 7:15 Uhr erneut geweckt. Bauarbeiter, die vor unserem Zimmerfenster standen, bauten das Baugerüst ab, was vor unserem Hotel stand. Sie balancierten auf den verrosteten Stangen des Gerüstes, welches starkt wackelte, ohne irgendwelche Sicherheitsmaßnahmen. Teilweise legten sie sich schmale Bretter aus, um ein bisschen Halt zu haben.
Doch sie schienen Ahnung zu haben, was sie dort taten, und bauten das Gestell zu dritt schnell und für ghanaische Verhältnisse sicher ab. Niemandem ist etwas passiert.
Montag, 8. Februar 2016
Blitzlicht 5
Die Busfahrt nach Accra war außergewöhnlich:
Der Busfahrer war eine halbe Stunde vor dem verabredeten Termin an Moree junction und hat darauf geachtet, dass wir alle angeschnallt waren!!
Der Busfahrer war eine halbe Stunde vor dem verabredeten Termin an Moree junction und hat darauf geachtet, dass wir alle angeschnallt waren!!
Blitzlicht 4
Ghanaische Krankenschwestern tragen ein intensiv-grünes Kleid, dazu eine weiße Schürze und gerne auch ein kleines weißes Häubchen, und an der Brust eine Nadel, an der eine Uhr hängt: Sehr kleidsam, vor allem, wenn sich dann zwei oder drei nebeneinander am Fußende eines Bettes aufstellen.
Mittwoch, 3. Februar 2016
Cape Coast Castle und Kakum Nationalpark
Obwohl wir Samstag hatten, standen wir
alle zwischen 5 und 6 Uhr auf, um “pünktlich” beim Frühstück
zu erscheinen. Nach dem Frühstück ging es direkt weiter zur Schule,
wo auch schon der Bus (gesponsert von China, Fassungsvermögen ca.
!!30!! Personen) auf die “kleine” Gruppe von 60 Personen wartete.
Dann ging es los, verschiedene Aspekte
sind nennenswert:
1. Von Warm zum “Arktisschock”
(Klimaanlage).
2. Ghanaer sind auf Busfahrten
wesentlich lauter als der Durchschnitt: Trommeln, Geklatsche,
Gesinge stand die ganze Zeit auf der Tagesordnung.
3. Man saß mindestens zu dritt auf
einer Zweierbank.
Angekommen, ging es auch direkt so
munter weiter. Neben der Burg gab es einige Souvenirläden, auf die
sich einige von uns wie die Geier schmissen. Leider genießen wir
Weiße dabei noch mehr Aufmerksamkeit und die Preise werden
magischerweise seitens des Verkäufers verdoppelt oder sogar
verdreifacht. Glücklicherweise eilten uns einige Ghanaer zu Hilfe
und “verteidigten” uns. So machte das Einkaufen Spaß und man
hatte das Gefühl, integriert zu sein bzw. dazu zu gehören. (Das
ist Freundschaft.)
Als wir endlich hinein gelassen wurden,
prallten direkt mehrere Eindrücke auf uns: Einerseits strahlten die
Fassade und das anliegende Meer Ruhe und Idylle aus, andererseits war
es ein sehr bedrückendes Gefühl zu wissen, dass an diesem Ort
Menschen leiden oder sogar ihr Leben lassen mussten. (Der
Sklavenhandel fand u.a. hier statt, viele wurden von hier aus nach
Amerika verschifft.)
Nach der Führung mit vielen weiteren
Eindrücken (Kerker, Museen) stiegen wir auch schon wieder in den Bus
in Richtung Kakum Park. Nach einer einstündigen Busfahrt warteten
wir mit leerem Magen (und leicht “angenervt”) eine weitere
“qualvolle” Stunde auf das von uns gekochte Essen. Das Grillen
dauerte so lange... Dann kam letztlich das so sehr ersehnte Essen und
insbesondere die ghanaischen Schüler waren davon begeistert.
Der Aufstieg in das Parkinnere
(gefühlte 1000 Stufen) war ziemlich anstrengend, jedoch ging das
Abenteuer von dort aus erst richtig los: Vor uns lagen 7 m hohe
Hängebrücken, die zu bewältigen waren. Wir alle reagierten
verschieden darauf: Einige konnten vor Spaß nicht aufhören zu
lachen, andere konnten vor Angst nicht aufhören zu “weinen”. Am
Ende waren sich allerdings alle einig, dass der Ausblick
atemberaubend war und sich der Ausflug somit wirklich gelohnt hatte.
Ziemlich müde und kaputt stiegen wir
wieder in den Bus in Richtung Moree, was die Ghanaer jedoch trotzdem
nicht daran hinderte, ihre Feierlaune kundzugeben. Was wir nicht
erwarteten, als der im Bus vorhandene Fernseher anging, waren
asiatische Pop-Shows sowie anschließend ein schlecht gemachter
Western, ebenfalls asiatischer Herkunft. Völlig erschöpft kamen wir
schließlich in Moree an, wo das Angebot auf uns wartete, mit dem Bus
noch in das Resort gefahren zu werden. Nach einem solch großen
Abenteuer fiel es uns allen nicht schwer einzuschlagen. Der Tag
endete.
(J B, CK, L
U)
Montag, 1. Februar 2016
Blitzlicht 3
- Radkappen an Taxen können auch gerne aussehen wie bei antiken Streitwagen mit kleinen, wie Messern aussehenden Flügeln, die vorstehen.
Blitzlicht 2
- “ehehhh”: Man kann es nicht wirklich lautlich ausdrücken, jedenfalls ist das ein genialer Bestandteil für Gespräche mit Ghanaern: Man drückt Zustimmung, Erstaunen, Aufmerksamkeit und vieles andere damit aus.
Wellness in Ghana
Wenn man in Ghana eins nicht missen muss, dann ist es die hauseigene Wellness-Oase. Nachdem man das Bad über den größzügigen (30x40cm) roten – manchmal auch leicht braunen – Läufer betreten hat, kann man eine Entspannungsdusche in der geräumigen Regenbrausendusche – die vor allem die Trockenzeit ideal nachempfindet – nehmen. Doch wer denkt, dass dies schon alles wäre, der kann nur noch staunen. Besonders in den Abendstunden, kann die Dusche auch zu einem Diskoerlebnis mit Stroboskopcharakter werden. Das Licht geht an und aus und wenn man dazu singt, hat man die passende Musik. Laut Erzählung hat Julia dort sogar einen eigenen Hintergrundbeat. Schnips; schnips... Und dann darf man ungefragt sogar die hauseigene Elektrotherapie nutzen. Dieses Kribbeln im Arm, das man Wellness auf Ghanaisch nennt. Moree Beach SPA-R Resort, wo man auch mit zwei Flaschen Wasser auskommt, die Haare zu waschen, oder mit nur fünf Litern Wasser eine Dusche nimmt. Wir sagen nur WUNDERBAR.
(A. Osterloh)
(A. Osterloh)
Freiluftschaufenster
Dadurch,
dass alle ihre Waren entweder vor dem Laden oder aber unter einem
Dach im Freien präsentieren, kann man selbst im Vorbeifahren sehr
gut das Angebot begutachten: Polstersessel, Motorräder, Matratzen,
Fahrräder, Jeans, Autoreifen, Holz, Toiletten und Waschbecken,
Nagellacke, Wolle, Lebensmittel, Körbe, Plastik in allen Formen und
Farben (Waschbottiche, Stühle, etc.), Holzbretter, Särge. An Moree
Junction sind gerade ein Sarg in der Form eines Motors und einer in
der Form eines kleinen blau-weißen Bootes ausgestellt. Mal schauen,
was noch kommt…
(U.
Leiters)
Freitag nachmittag
Nachdem
wir über die tatsächliche Bedeutung der GMT aufgeklärt worden
waren (Ghana Man Time => auf die vereinbarte Zeit ein bis zwei
Stunden draufrechnen), gab es nach dem Unterricht noch eine
Schulversammlung. Dabei wurde zunächst die Schulhymne gesungen und
anschließend wurden einige Schüler und Schülerinnen geehrt.
Danach
folgte eine große Kochaktion für den Ausflug am folgenden Tag.
Typisch deutsches Essen stand auf dem Programm: Nudelsalat, Hähnchen,
Eier und Kräuterbaguette für 60 Leute. Während wir kochten, kamen
einige Schülerinnen, die im Internat der Schule wohnen, hinzu. Diese
schnappten sich voller Begeisterung unsere Kameras und fotografierten
uns beim Kochen, aber besonders sich gegenseitig. Während die
ghanaischen Schülerinnen viel Spaß hatten, haben wir mit den Tränen
gekämpft: Zwiebeln, Knoblauch, Lauchzwiebeln…
(LU, PW)
Einkaufen für das Picknick
Das
erste Mal waren wir in Ghana einkaufen, ohne zu handeln! Und das mit/
wegen der Begleitung ghanaischer Kollegen! Wir sind immer noch
fassungslos darüber:
Als am
Freitag morgen endlich feststand, dass die ghanaischen Schülerinnen
und Schüler, die am Programm teilnehmen, alle auf den Ausflug am
Samstag mitkommen können, mussten wir dringend einkaufen; denn
nachdem wir jeden Mittag zum Schulessen eingeladen sind, wollten wir
die Ghanaer zum Picknick einladen. Also sind Bruno und wir mit der –
sagen wir mal – Kochlehrerin und einem anderen Lehrer in dessen
Auto losgefahren; viel Zeit war schon wieder nicht mehr bis zum
Beginn der Workshops, sie wollte auch schnell wieder zurück, also:
Bruno zum Melcom (dem „Kaufhaus“ in Cape), alle anderen zur
Markthalle (!!!). Mit dem Wagen durch eine Kundgebung der hiesigen
Feuerwehr – natürlich alles begleitet von lauter Musik und
typischem ghanaischen Tanzstil –, dann schnell zum Zwiebel- und
Yamstand, zum Gemüsestand, zur Eierfrau und zum Gewürzladen, zum
Metzger und zur Holzkohlefrau. Immer nur zu einem, und unsere
Kollegin hat jeweils nur nach dem Preis gefragt, ihn an uns
weitergegeben, und wir die benötigte Menge geantwortet – was unter
anderem bedeutete, mit 90 Eiern auf drei Paletten über den Markt zu
hetzen -, dann zahlen… So kannten wir das noch gar nicht.
Die
Markthalle ist übrigens bisher nur zu einem Drittel fertig gestellt,
etwas außerhalb des Zentrums; die wird riesig werden; momentan ist
nur einer von 3 Trakten in Betrieb, ein Betonbau mit verschiedenen
Gängen, in denen sich dicht nebeneinander viele kleine Läden
befinden, die auch noch gegenüber auf der anderen Seite des Ganges
ihre Waren aufgebaut haben, so dass nur ein vielleicht 60 cm breiter
Gang bleibt. Und während man dann da steht und die Waren aussucht,
kommen natürlich diverse andere Kunden und auch Händler, teilweise
mit großen Gefäßen auf dem Kopf, vorbei…
Die
Holzkohlehändlerin, eine schon recht alte Frau, saß inmitten ihrer
Holzkohleberge etwas abseits der Markthalle; Füße, Hände und
Kleidung den Umständen entsprechend schwärzlich gefärbt. Die
Holzkohle (in unterschiedlichen Größen erhältlich) wird in einem
kleinen Behältnis abgemessen, in eine Plastiktüte verpackt, und
dann geht man wieder. Bei drei Eimern haben wir sogar noch eine
Zusatzgabe von fast einem weiteren bekommen. Wir scheinen gute Kunden
gewesen zu sein. Anschließend durch den üblichen Rückstau in Cape
Coast zurück zum Melcom und Brunos Beute verladen… puhh..
geschafft und fertig schafften wir es gerade noch pünktlich zu den
Workshops.
(U.
Leiters, A. Osterloh)
Schuluniformen die Zweite: Außensicht
Ich
stand vor dem Raum (einem Schlafraum der Mädchen), in dem die
deutschen Schülerinnen die Uniformen anprobiert haben: Das Fenster
war vergittert und mit Fliegennetz versehen, sonst aber offen, so
dass man das Stimmengewirr und Rufen draußen hören konnte:
„32-33“
„Hey, Leute, das passt gar nicht.“ „Hat jemand ne 35?“
„34-36.“ „Hey, Leute, was ist das?“ „32“ „Hey, Leute,
ich brauch’ ne andere.“ „33-35.“ „Hey, Leute, ich muss noch
mal rüber.“ „32-33.“ usw.
Vor der
Tür der Uniformausgabe standen andere ghanaische Schülerinnen und
Schüler und warteten, ab und zu wurde einer reingerufen und kam dann
mit einer abgepackten Uniform wieder heraus. Und die Deutschen? Immer
wieder kamen sie, wollten sich teilweise auch anstellen, wurden dann
aber reingebeten, kamen wieder heraus mit einem Päckchen, dasselbe
vielleicht nochmals… Währenddessen schauten die Ghanaer durchaus
interessiert zu, teilweise auch sehr belustigt, wenn nämlich eine
Deutsche auf weißen Socken an ihnen vorbeihuschte.
Danach
dann derselbe Effekt wie immer: Deutsche in Schuluniformen sorgen
schon bei ihren Mitschülerinnen und Mitschülern für Aufsehen!
(U.
Leiters)
Schuluniform und eine etwas andere Taxifahrt
Heute
morgen ging es für uns wieder ganz normal zur Schule, was wir aber
noch nicht wusste, ist, dass wir heute unsere Schuluniform bekommen
würden. Nach dem Essen haben wir den zuständigen Lehrer aufgesucht,
um zu erfahren, wann wir diese erhalten würden. Der Lehrer sagte,
dass die Schuluniformen schon fertig seien und wir diese abholen
könnten. Da stellte sich uns schon eine neue Herausforderung, denn
wir wussten natürlich nicht unsere Maße. Das führte dazu, dass wir
alle ca. drei bis fünf Uniformen anprobieren mussten, bis eine
gepasst hat. Als wir alle eine hatten, wurden noch die
obligatorischen Fotos geschossen und weiter ging es mit dem
Unterricht.
Nach dem
Unterrichtsschluss sind wir ins Resort zurück, um dann weiter nach
Cape Coast zu fahren, da wir uns Stoffe für Kleider, Röcke und/oder
Kissen kaufen wollten. Die meisten von uns haben auch schon einen
Stoff gefunden. Anschließend haben wir (Caroline, Louisa, Anna) uns
ein Taxi genommen, um zurück ins Resort zu fahren. Nachdem der
Taxifahrer eine ganze Weile gefahren war und uns der Weg nicht
bekannt vorkam, fragten wir ihn, ob er denn sicher sei, dass das auch
wirklich der Weg nach Moree ist. Er war sich sicher, jedoch hatten
wir schon ein sehr mulmiges Gefühl. Als es dunkel wurde, fragten wir
noch einmal nach und er sagte, dass er es selbst nicht wüsste.
Daraufhin fragte er Leute am Straßenrand, wie man nach Moree kommt
und wo wir denn seien. Es stellte sich heraus, dass wir in Elmina
waren und das in entgegengesetzter Richtung zu Moree liegt. Der
Taxifahrer drehte also um, und als wir nach ca. 20 Min. die Straße
erkannten, die nach Moree führt, legte sich das mulmige Gefühl
etwas. Nach 1 Stunde ungewisser Taxifahrt und einem mulmigen Gefühl
kamen wir im Dunklen und pünktlich im Resort zum Essen an.
(CC, AD, L L)
Donnerstag, 28. Januar 2016
Der gleiche Weg, aber öfter mal was Neues...
Mal ist der Sand gelblich und ein paar Kiesel liegen darauf, mal wird er rötlich, mal liegt über dem ganzen noch eine feine rote Staubschicht, oder man muss aufpassen, wie die Fahrrinnen oder die vom Wasser ausgewaschenen Rinnen laufen. (Das Ergebnis sind übrigens immer staubige Füße und Schuhe, ein eindeutiges Erkennungsmerkmal der Deutschen, denn die Ghanaer tragen stets ein Tuch mit sich, das auch zum Schuheputzen verwendet werden kann.)
Eigentlich bietet also der Straßenbelag auf dem Weg zur Schule allein schon genug Abwechslung, aber dann gibt es ja auch noch einiges zu sehen:
Mal kommt ein LKW, der mit so viel Holz beladen ist, dass er an der Erhöhung aufgesetzt hat, und erst einmal entladen werden muss, dann wiederum ein LKW, desen Ladefläche als Bus für die Arbeiter dient, oder auch Taxen, sehr selten ein Fahrrad... Jedenfalls bedeutet das immer: Noch mehr Staub.
Auch die Begegnungen mit Fußgängern sind sehr unterschiedlich: Manche reagieren gar nicht, sondern schauen vor sich hin, andere grüßen mit "Good morning." oder "Good afternoon.", die Kinder mit "How are you. - I'm fine, thank you", wieder andere legen cool die rechte Hand an die Stirn zu einer Art Begrüßung, un dich bin auch schon nach Geld gefragt worden oder aber, ob ich die Freundin einer Schülerin der Middle School werden wolle. Währenddessen hört man möglicherweise auch noch Musik aus Moree.
Die Werft ist umgezogen: Sonst konnte man nämlich auch noch die Leute dort bei der Arbeit beobachten, wie sie mit einfachen Werkzeugen die Fischerboote herstellen.
Zusätzlich kenne ich diesen Weg nun auch bei jeder Tages- und Nachtzeit, bei Vollmond, im Dunkeln, wenn man selbst den hellen Weg nur noch schemenhaft erahnt, in der Dämmerung mit Vogelgesang, im Dunst, der vom Meer aufsteigt, in der prallen Mittagssonne, wenn sich an einigen Stellen (leider gerade denen, wo es bergan geht), die Hitze staut.
(U. Leiters)
Eigentlich bietet also der Straßenbelag auf dem Weg zur Schule allein schon genug Abwechslung, aber dann gibt es ja auch noch einiges zu sehen:
Mal kommt ein LKW, der mit so viel Holz beladen ist, dass er an der Erhöhung aufgesetzt hat, und erst einmal entladen werden muss, dann wiederum ein LKW, desen Ladefläche als Bus für die Arbeiter dient, oder auch Taxen, sehr selten ein Fahrrad... Jedenfalls bedeutet das immer: Noch mehr Staub.
Auch die Begegnungen mit Fußgängern sind sehr unterschiedlich: Manche reagieren gar nicht, sondern schauen vor sich hin, andere grüßen mit "Good morning." oder "Good afternoon.", die Kinder mit "How are you. - I'm fine, thank you", wieder andere legen cool die rechte Hand an die Stirn zu einer Art Begrüßung, un dich bin auch schon nach Geld gefragt worden oder aber, ob ich die Freundin einer Schülerin der Middle School werden wolle. Währenddessen hört man möglicherweise auch noch Musik aus Moree.
Die Werft ist umgezogen: Sonst konnte man nämlich auch noch die Leute dort bei der Arbeit beobachten, wie sie mit einfachen Werkzeugen die Fischerboote herstellen.
Zusätzlich kenne ich diesen Weg nun auch bei jeder Tages- und Nachtzeit, bei Vollmond, im Dunkeln, wenn man selbst den hellen Weg nur noch schemenhaft erahnt, in der Dämmerung mit Vogelgesang, im Dunst, der vom Meer aufsteigt, in der prallen Mittagssonne, wenn sich an einigen Stellen (leider gerade denen, wo es bergan geht), die Hitze staut.
(U. Leiters)
Mittwoch, 27. Januar 2016
Unterschiede...
Als ich das erste Mal vor drei Jahren in die Schule kam, hatte ich echte Schwierigkeiten, alle Schülerinnen und Schüler auseinanderzuhalten, manche sahen sich auf den ersten Blick sehr ähnlich, und man hatte nicht die üblichen Unterscheidungsmerkmale wie Haarfarbe, Frisur o.ä. (Die ghanaischen Schülerinnen haben alle sehr kurze Haare). Offenbar geht es den Ghanaerin genauso:
Als ich erst mit einer und ca. drei Stunden später dann mit einer anderen Schülerin in das Hospital kam, schaute der Arzt, der Nachtdienst hatte, recht irritiert und fragte: "Is this a different person?" -
Na klar, beide dünn, relativ blass, lange Haare in einem dunklen Ton...
(U. Leiters)
Als ich erst mit einer und ca. drei Stunden später dann mit einer anderen Schülerin in das Hospital kam, schaute der Arzt, der Nachtdienst hatte, recht irritiert und fragte: "Is this a different person?" -
Na klar, beide dünn, relativ blass, lange Haare in einem dunklen Ton...
(U. Leiters)
Sonntag, 24.01.
Sonntag, 24.01.
Heute morgen sind wir zu Fuß zu ener katholischen Kirche in Moree gelaufen. Auf dem Weg dorthin konnten wir wieder sehr gemischte Reaktionen von den Einheimischen auf uns feststellen, wie schon gestern in Cape Coast. Einige zeigten kgar keine Reaktion, andere guckten ein wenig kritisch und wieder andere, vor allem Kinder, winkten uns zu und immer wieder hörten wir: "How are you?" Manchmal war es auch wie ein Dialog zwischen zwei ghanaischen Kindern: "Hello, how are you?" "I'm fine, thank you." (Anmerkung: Die Grundschulkinder fügen alle die Sätze in einem bestimmten Singsang und Rhythmus aneinander.)
Vor allem von unseren Kameras waren die Kinder sehr begeistert und haben Posen gemacht, damit wir sie fotografieren.
Als wir dann an der Kirche ankamen, hat ein Mann uns zu einer freien Bank geführt; der Gottesdienst lief schon. Auf der Empore war ein Gospelchor mit ca. 15 Leuten. Der Chor sang teilweise typische Kirchenmsik, wie bei uns in Deutchland mit Orgel,aber auch viele Gospels. Die Gemeinde sang und tanzte mit. Es war eine lockere Atmosphäre. Einige, vor allem Kinder, liefen während der Messe rein und raus. Alle Menschen dort waren sehr schön gekleidet, die Frauen trugen bunte, auffällige Kleider, die Männer Hemden oder auch das traditionelle Gewand, ein großes Stoffstück, das merfach um den Körper drapiert wird und rechte Schulter und Arm frei lässt. Es sah aus, als hätten sie ihre schönsten Anziehsachen herausgesucht.
Bei der Kommunion hat man nicht, wie üblicherweise in Deutschland, eine Hostie bekommen, sondern drei, woraufhin einige leer ausgingen bzw. ein anderer Priester kam, der allerdings die Hostie nicht in die Hand, sondern direkt in den Mund gelegt hat.
Anschließend sind wir über den Markt zurück zum Resort gelaufen.
(AD, PW)
Heute morgen sind wir zu Fuß zu ener katholischen Kirche in Moree gelaufen. Auf dem Weg dorthin konnten wir wieder sehr gemischte Reaktionen von den Einheimischen auf uns feststellen, wie schon gestern in Cape Coast. Einige zeigten kgar keine Reaktion, andere guckten ein wenig kritisch und wieder andere, vor allem Kinder, winkten uns zu und immer wieder hörten wir: "How are you?" Manchmal war es auch wie ein Dialog zwischen zwei ghanaischen Kindern: "Hello, how are you?" "I'm fine, thank you." (Anmerkung: Die Grundschulkinder fügen alle die Sätze in einem bestimmten Singsang und Rhythmus aneinander.)
Vor allem von unseren Kameras waren die Kinder sehr begeistert und haben Posen gemacht, damit wir sie fotografieren.
Als wir dann an der Kirche ankamen, hat ein Mann uns zu einer freien Bank geführt; der Gottesdienst lief schon. Auf der Empore war ein Gospelchor mit ca. 15 Leuten. Der Chor sang teilweise typische Kirchenmsik, wie bei uns in Deutchland mit Orgel,aber auch viele Gospels. Die Gemeinde sang und tanzte mit. Es war eine lockere Atmosphäre. Einige, vor allem Kinder, liefen während der Messe rein und raus. Alle Menschen dort waren sehr schön gekleidet, die Frauen trugen bunte, auffällige Kleider, die Männer Hemden oder auch das traditionelle Gewand, ein großes Stoffstück, das merfach um den Körper drapiert wird und rechte Schulter und Arm frei lässt. Es sah aus, als hätten sie ihre schönsten Anziehsachen herausgesucht.
Bei der Kommunion hat man nicht, wie üblicherweise in Deutschland, eine Hostie bekommen, sondern drei, woraufhin einige leer ausgingen bzw. ein anderer Priester kam, der allerdings die Hostie nicht in die Hand, sondern direkt in den Mund gelegt hat.
Anschließend sind wir über den Markt zurück zum Resort gelaufen.
(AD, PW)
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